Blog » Aufgaben der Physiotherapie in der außerklinischen Intensivpflege

Aufgaben der Physiotherapie in der außerklinischen Intensivpflege

28.08.2019

Der Stellenwert der Physiotherapie in der außerklinischen Intensivpflege

Viele Patienten, die intensivpflegerisch betreut werden leben nach dem Krankenhausaufenthalt und einer Reha-Behandlung in der gewohnten Häuslichkeit oder in Wohngruppen, wo die Pflegesituation günstiger gestaltet werden kann. Die Physiotherapie leistet ind der Häuslichkeit aber auch in Mehrfachbetreuungen einen wertvollen Beitrag dazu, die Patienten zu mobilisieren und aktivieren, sodass die noch vorhandene Beweglichkeit und die vitalen Funktionen des Körpers so weitgehend wie möglich erhalten bleiben. Bei der Behandlung von einseitig gelähmten Schlaganfall-Betroffenen, bei ALS-Patienten oder beatmungspflichten Menschen sind für den behandelnden Physiotherapeuten bestimmte Vorkenntnisse erforderlich.

Nicht immer ist es möglich, zusammen mit dem Patienten dessen gesundheitlichen Verlauf von Anfang an zu begleiten. Der Physiotherapeut ist somit gefordert den aktuellen Zustand des Patienten zu evaluieren und vorhandene Fähigkeiten zu entdecken die die Therapie zum Positiven beeinflussen können. Inwieweit die Lebensqualität durch Gehtraining, passives Bewegen, Bobath-Training oder Massagen verbessert werden kann, ist individuell verschieden.

Manchmal ermöglicht das regelmäßige Üben einem Patienten, ein paar Stunden am Tag das Pflegebett zu verlassen und im Rollstuhl zu sitzen. Das verschafft dem Patienten mehr Mobilität, auch wenn er seinen Rollstuhl nicht alleine fortbewegen kann.

Therapeutische Hilfen in der außerklinischen Intensivpflege

Kernaufgabe einer physiotherapeutischen Behandlung ist es, Bewegungs- und Funktionsstörungen im Bereich der Muskulatur und des Bewegungsapparates zu lindern und zu verbessern. Physiotherapeutische Intervention betrifft sowohl die neurologischen Funktionen, als auch knöcherne Strukturen. Die therapeutische Nachbetreuung von Patienten außerhalb der Klinik ist ein normales Betätigungsfeld der Physiotherapie. Zunehmend werden aber auch spezielle physiotherapeutische Fachkenntnisse für Menschen angefragt, die im häuslichen Umfeld gepflegt werden, und aufgrund ihres Erkrankungsbildes einer Intensivpflege bedürfen.

Für einen gut ausgebildeten Physiotherapeuten bedeutet die Arbeit in einem Team der außerklinischen Intensivpflege, sich durch Fortbildungen oder Praktika im klinischen Bereich spezielle Kenntnisse anzueignen, die bei der Pflege schwerstkranker oder beatmungspflichtiger Patienten hilfreich sind.

Physiotherapie macht Patienten selbstständiger

Die Physiotherapie in der außerklinische Intensivpflege bedeutet für viele Patienten eine wichtige Unterstützung.
Die standardisierten Behandlungstechniken, die den Physiotherapeuten heute zur Verfügung stehen, können zum Teil auf Intensivpatienten übertragen werden. Gegebenenfalls werden sie modifiziert. Die enge Zusammenarbeit und der ständige Austausch mit dem Pflegepersonal, den pflegenden Angehörigen, mit eingebundenen Logopäden oder Ergotherapeuten, sowie den behandelnden Ärzten ist eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Teamarbeit. Manchmal ist es sogar so, dass ein Reha-Aufenthalt weniger effektiv für den Patienten ist, als eine gut koordinierte außerklinische Maßnahme. Diese ist zudem oft weniger kostenaufwändig.

Wir sind für Sie da:

03591 6794333